Jim Rakete, die Hasselblad Masters und ich im neuen ProfiFoto Magazin
Gestern kam unerwartet die aktuelle Ausgabe des ProfiFoto Magazins per Post an.
Abonniert habe ich die Zeitschrift nicht, auch wenn ich sie gerne lese und häufig kaufe. Also woher die überraschende Lieferung?
Auflösung: Es handelt sich um ein Belegexemplar, weil im Magazin auf drei Seiten ein Auszug aus meinem Buch "Entfesselt Blitzen - Kreative Fotografie mit Systemblitzen" abgedruckt wurde!
Obwohl ich wusste, dass mein Buchverlag und das Magazin kooperieren, war es noch lange nicht sicher, dass mein Buch darin vorgestellt würde. Nun hat es offensichtlich das Wohlwollen der Redaktion gefunden und wurde durch diese Veröffentlichung "geadelt".
Das Heft hat es auch sonst in sich - mit tollen Fotos von Jim Rakete, den Hasselblad Masters und anderen ziemlich berühmten Fotografen. Es lohnt sich nicht nur für Fans des entfesselten Blitzens, das Heft zu kaufen.
Natürlich interessieren mich auch nach Veröffentlichung meines Buches die aktuellen Trends auf dem Strobisten-Markt. Insbesondere, wenn es Produkte sind, die deutsche Händler neu in ihr Programm aufnehmen.
Zu diesen zählt der neue TwinLink Funkauslöser von Kaiser für Studio- und Systemblitze. Das System soll nicht nur besonders gut aussehen, sondern auch besonders zuverlässig funktionieren. Dafür steht der Begriff TwinLink. Denn dieser soll darauf hinweisen, dass die Auslösung gleichzeitig sowohl über ein Funksignal als auch durch ein Infrarotsignal (also optisch) erfolgt. Würde das Funksignal aus irgendwelchen Gründen gestört, gäbe es immer noch den optischen Kontakt über Infrarot, was einen Ausfall noch unwahrscheinlicher machen soll.
Entfesselt aus der Hand geblitzt in der Schmetterlingsfarm
Bei einem Ausflug in die Schmetterlingsfarm in Trassenheide auf der Insel Usedom habe ich einmal mit einer eher hemdsärmeligen Technik des entfesselten Blitzens experimentiert.
Weil ich dort nicht vordergründig zum Fotografieren sondern eigentlich zum Sonntagsspaziergang und Familienkaffeetrinken angereist war, nahm ich nur das "Handgepäck" mit, nämlich eine Nikon D300, die einen eingebauten Blitz hat und einen separaten Nikon-kompatiblen Blitz von Metz. Beides passt in eine kleine Fototasche zum Umhängen, so dass man auch beim anschließenden Spaziergang nicht zu viel zu schleppen hat.
Das Buch "Entfesselt Blitzen - Kreative Fotografie mit Systemblitzen" ist ja gerade erst auf dem Markt. Da möchte ich schnell die Gelegenheit nutzen, ein Bild nachzuliefern, das ich im Buch zwar auf Seite 25 ankündige, dann aber doch nicht mehr ins Buch aufgenommen habe.
Die benötigten Einzelteile sind im Buch bereits beschrieben. Hier die Bilderklärung dazu, wie man aus einem wackeligen e-bay Funkauslöser (mit der Bezeichnung PT-04) eine deutlich stabilere Konstruktion macht.
Mein Buch zum Thema entfesselt Blitzen ist im Februar im mitp-Verlag erschienen.
Das Buch kann beim Verlag oder bei Amazon bestellt werden und ist auch sonst im Buchhandel erhältlich.
Die Buchhandlung Weiland am Markt in Greifswald hat es ins Sortiment seiner Fotobücher aufgenommen und andere werden diesem guten Beispiel sicher folgen.
Wer das Buch gerne von mir signiert haben möchte, kann es übrigens auch direkt bei mir bestellen. Einfache E-Mail (und Vorkasse) genügt.
Das Buch kostet 29,95 EUR.
Ein paar Worte vielleicht zum Buchthema: Beim entfesselten Blitzen geht es darum, mit den bekannten und oft zur Kamera dazu gekauften Systemblitzgeräten bessere Bilder zu machen, indem man den Blitz von der Kamera abnimmt und separat (entfesselt) auslöst. Im Grunde also wie im Fotostudio (und wie im Studio geht das auch mit mehr als einem Blitz), nur eben unterwegs und mit den kleinen Systemblitzen, die jeder kennt und oft unterschätzt.
Wie man das macht und welche Ausrüstungsgegenstände ausser Kamera und Blitz man zusätzlich braucht, steht im Buch!
Da ist es gut, wenn man sich auf dem Eis an einem Lagerfeuer wärmen kann.
Reingelegt! Es ist wieder nur ein Trick. Fährt man mit der Maus über das Bild, sieht man, wie es gemacht wurde: Ein entfesselter Systemblitz mit Schirm (und Fotorucksack als Stativgewicht). Anschließend habe ich digital mit etwas "warmer Farbe" nachgeholfen. Ich hätte auch mit einem Farbfilter auf dem Blitz direkt so fotografieren können. Aber das Shooting musste schnell gehen, denn uns war wirklich kalt!
Hier möchte ich anhand eines Beispiels zeigen, dass es heutzutage sehr gut möglich ist, stimmungsvolle Bilder "aus dem Leben" auch durch Fotomontagen zu erhalten.
Das Ausgangsbild für die unten gezeigte Jahrmarktszene war ein Studiofoto.
Es wurde vor einem relativ gleichmäßig ausgeleuchteten neutral grauen Hintergrund aufgenommen und anschließend in der Bildbearbeitung ausgeschnitten und vor das absichtlich unscharfe Foto eines Rummelplatzes montiert.
Damit auch die Farbstimmung und Dynamik des Studiofotos zur neuen Umgebung passten, waren einige zusätzliche Anpassungsschritte notwendig. Zum Beispiel war das Studiofoto zu scharf, um glaubwürdig den Eindruck eines Jahrmarktschnappschusses zu vermitteln. Deshalb wurde nachträglich eine künstliche Bewegungsunschärfe an den Randbereichen des Modells eingefügt.
Auf Knopfdruck, wie viele Laien glauben, geht so etwas nicht.
Aber wenn man bedenkt, dass man auf diese Weise Fotos an fast jedem Ort der Welt simulieren kann, lohnt sich der Aufwand mitunter doch.
Angebaggert - Available Light Fotografie und Strobistentechnik auf der Baustelle
Bei uns im Garten wird im Moment noch gebaut. Zum Wochenende sollen wir unsere Terrasse bekommen, auf die wir uns schon riesig freuen.
In der Zwischenzeit durfte ich von Jürgen ein Portrait des "Baggerfahrers in Action" fotografieren. Genau genommen war es ein Radlader, aber für mich und andere große Kinder heisst das Auto mit der großen Schaufel eben Bagger.
Bei genauer Ansicht erkennt man, dass das Bild etwas bearbeitet wurde, um die Dramatik etwas zu erhöhen. Das Ursprungsbild wurde aber auch schon recht trickreich aufgenommen: Ein Blitz befand sich direkt im Fahrerhaus, ein zweiter befand sich ausserhalb auf einem Stativ. Beide Blitze wurden über Funk von der Kamera ausgelöst.
Als Fotograf arbeite ich zunehmend mit leichter Technik, d.h., die schweren und unhandlichen Studioblitze bleiben immer öfter im Studio. In Greifswald und Umgebung sowie auf Reisen fotografiere ich gerne mit einer Kombination aus vorhandenem Licht ("available light") und Blitzlicht ("strobe"). Beides lässt sich gegebenenfalls mit Reflektoren verstärken, abschwächen oder umlenken.